6 Tipps für Unternehmen – Mit Köpfchen durch die Corona-Krise

Die Corona-Krise bedroht den lokalen Fachhandel in nie dagewesenem Ausmaß: Die Geschäfte sind geschlossen, die Mitarbeiter zuhause. Aber die Kosten für Miete, Personal und Wareneinsatz laufen weiter. Doch was kann jetzt jeder Händler während des Shutsdowns tun? Hier erhaltet Ihr 6 Tipps, wie Ihr weiter mit euren Kunden in Kontakt bleibt und den Verkauf fördert.

 

6 Tipps, wie du mit Social Media dein lokales Unternehmen in der Corona-Krise retten kannst

# TIPP 1 – Verkaufen per Onlineshops

Wer jetzt keinen Online-Shop hat, baut sich in der Krise vielleicht auch keinen mehr. Aber jetzt ist die richtige Zeit, um sich einen passenden Marktplatz zu suchen und dort eigene Aktivitäten auf- oder auszubauen. Mit Plattformen wie Ebay, Amazon, Lieferando oder Lieferheld kannst Du das eigene Geschäft am Laufen halten – selbst wenn es geschlossen sein muss und kein direkter Kundenkontakt gepflegt werden kann.
Einige Plattformen machen den Einstieg derzeit besonders einfach. So hat beispielsweise ebay ein Soforthilfeprogramm zur Unterstützung kleiner Unternehmen und lokaler Einzelhändler aufgelegt, um den Einstieg ins Online Geschäft zu erleichtern.

Übrigens: Viele Webagenturen haben zur Zeit tollen Angebote, um auch in der aktuellen Krise relativ schnell und unkompliziert mit dem eigenen Online-Shop durchzustarten.

 

# TIPP 2 – Gutschein Angebote

Wesentlich eingeschränkter sind derzeit natürlich Dienstleister wie Frisöre oder Kosmetikstudios. Sie können mit Tipps für das eigene Styling zuhause oder Produktpromotions mit ihren Kunden in Kontakt bleiben und gleichzeitig Termine für die Zeit nach der Ausgangsbeschränkung vereinbaren, beispielsweise in Form von Gutscheinen.

Nach dem Motto: „Jetzt online einen Gutschein kaufen und später einen kleinen Dankeschön-Nachlass im Laden erhalten“. Besonders in den sozialen Medien wird lokal dazu aufgerufen, seinen Händler mit dem Kauf von Gutscheinen zu unterstützen. Auf diese Art und Weise können sich Kunden solidarisch mit „ihren“ Lieblingsshops zeigen und sich zudem über ein Schnäppchen freuen.

 

# TIPP 3 – Newsletter versenden

Der “gute, alte” Newsletter erzielt nicht nur in der Krise mit relativ geringem Aufwand eine hohe Kontakteffizienz beim Konsumenten. Doch die Frage, die Du Dir stellen solltest lautet: Was könnte für Deine Kunden in der Krise interessant sein? 

Beispielsweise:

  • Erläutere den Stand der Dinge in Deinem Unternehmen,
  • gib praxisnahe Tipps für das Verhalten in der Krise,
  • starte Aktionen, z. B. Abverkäufe oder Angebote,
  • denke auch über den Tellerrand bei Deinen Alltagstipps,
  • schreibe aber über nichts, bei dem Du Dich nicht auskennst.

Ein Augsburger Motorrad-Händler verschickt derzeit seinen Newsletter mit der Frage „Ist Ihr Bike schon startklar?“ – Und bietet 50% Rabatt auf den Jahresservice, inklusive Hol- und Bringdienst, zeitlich begrenzt bis zum 9. April 2020.
Und Sixt bietet Kunden des Sharing-Dienstes an, solange einen Wagen zu leihen, bis wir wieder guten Gewissens auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen können.
Und jetzt Du!

 

# TIPP 4 – Windowshopping von daheim

Ob über Facebook oder Instagram, WhatsApp, Facetime oder ein ganz einfacher Anruf – Händler zeigen ihren Kunden darüber weiterhin, was sie in ihren Geschäften anbieten, ermöglichen eine persönliche Produktauswahl und die unkomplizierte Bestellung nach Hause. 

Du verkaufst Mode? Dann stelle doch Outfits zusammen, die Du Deiner Zielgruppe in kleinen Videos vorstellst, mit der Möglichkeit, dass diese Einzelteile davon oder das ganze Outfit in ihrer Größe kaufen können, dass Du Ihnen dann nach Hause lieferst.

In vielen Städten bietet der Einzelhandel zunehmend Lieferservices an. Dafür haben sich Einzelhändler zusammengeschlossen und publizieren gemeinsam, wer noch liefert und wie wer erreichbar ist.

 

# TIPP 5 – Kunden helfen

Hier spreche ich besonders Dienstleister an: Ihr könnt mit euren Angeboten Kunden vielleicht auch digital weiterhelfen. Sei es ein online durchgeführter Yoga-Kurs, digitales Lernen oder ein originelles Rezept zum Nachkochen. Teilt Euer Wissen und bleibt mit den Kunden in Verbindung. 

Gleichzeitig lernen dabei alle  die digitalen Möglichkeiten besser kennen. Allein die Video-Telefonie-App Zoom verzeichnete seit letztem Sonntag rekordverdächtige 600.000 Downloads – Technik und Know-how, die auch nach der Krise relevant bleiben werden.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Der Basketballverein Alba Berlin hat damit begonnen, täglich einen Clip auf youtube zu veröffentlichen, um Kinder und Jugendliche in den eigenen vier Wänden in Bewegung zu bringen. Und hunderttausende Sportbegeisterte in ganz Deutschland folgen diesem Aufruf!

 

# TIPP 5 – Antizyklisch werben

Die Aufmerksamkeit gegenüber medialen Angeboten ist derzeit sehr groß. Warum? Ganz einfach: Verbraucher sind überwiegend zuhause, nutzen deutlich häufiger Smartphone, PC, TV und Radio – weil sie die Zeit dafür haben. Aktuelle Umfragen ergeben, dass insbesondere auch Nachrichtenmedien derzeit deutlich stärker nachgefragt werden. 

Okay, aufgrund der aktuellen Situation haben viele Firmen ihre Budgets gekürzt oder eingefroren. Dabei bieten viele Medien jetzt Sonderkonditionen, was Deine Werbung zum aktuellen Zeitpunkt ungewöhnlich günstig und außergewöhnlich sichtbar machen könnte.
Wer es sich leisten kann, nutzt die Zeit, um Gutes zu tun und damit Sympathie aufzubauen. Penny und Edeka danken ihren Mitarbeitern und Allen, die in der Krise die Stellung halten. Mercedes wirbt für #stayhome und der BDZV hat zusammen mit Fischer-Appelt die „Deutschland gegen Corona – #allefüralle“ Kampagne ins Leben gerufen. Und tatsächlich wird, wie Horizont berichtet, Werbung, die auf die aktuelle Corona-Thematik eingeht, sogar „äußerst positiv wahrgenommen“.

 

Mein Fazit:

Versuch‘, das Beste aus der aktuellen Corona-Krise zu machen. Aber bitte ohne dabei zum Krisenprofiteur zu werden. Bleibt authentisch, bietet mehr informative als werbliche Botschaften, kommuniziert verantwortungsvoll und klar! 

Bleibt positiv!