Beeinflussen soziale Netzwerke unsere Kaufentscheidungen?

Beeinflussen soziale Netzwerke unsere Kaufentscheidungen?

Social Commerce Social Shopping

Social Commerce Studien

Ja, sagt die Studie „Connected Commerce 2915“ der Digitalagentur DigitasLBi, soziale Netzwerke beeinflussen unsere Kaufentscheidungen.
Soziale Netzwerke üben bereits jetzt einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidungen von Konsumenten aus. Beeinflusst wird bereits jede 2. Kaufentscheidung eines deutschen Verbrauchers durch Inhalte, die in sozialen Netzwerken gepostet werden. Bei den 18- bis 34-Jährigen geben sogar 70 Prozent an, dass Social-Media-Inhalte Einfluss auf ihre Käufe ausübe.

Facebook spielt dabei mit rund 29 Prozent die wichtigste Rolle, gefolgt von YouTube mit 26 Prozent. Der Studie zufolge bieten Marketingmaßnahmen wie klassische Werbeinhalte (34 Prozent) und gezielte Promotion und Kampagnen (31 Prozent) die größten Kaufanreize. Kaufentscheidungen werden aber auch zu 29 Prozent durch Statusmeldungen von Freunden und Bekannten beeinflusst. Und die Fanpage einer Marke überzeugte 23 Prozent der Verbraucher von einem Produkt.

Der wichtigste Grund (42 Prozent) für das Teilen eines Produktkaufes war laut der Studie, dass Verbraucher ihre Freunde darüber informieren möchten. 38 Prozent wollten ein konkretes Sonderangebot in ihrem Freundeskreis bekannt geben. Aus Stolz auf das erworbene Produkt veröffentlichen 35 Prozent der Verbraucher den Kauf in den sozialen Netzwerken.
Rund 13 Prozent der Verbraucher gaben an, dass sie ihre Freunde beeindrucken wollten.

Soziale Elemente wie Online-Bewertungen gewinnen ebenso immer mehr an Bedeutung beim Einkaufsprozess: 66 Prozent der Käufer lesen Bewertungen zum Produkt beim Online-Kauf.

„Gruppenzwang ist seit jeher ein starker Einflussfaktor… Und: die Kunden wollen heute Zeit und Geld sparen und zudem in der Lage sein, aus mehr Möglichkeiten auszuwählen.“,

so Jim Herbert, DigitasLBi Commerce CEO.

Laut der Studie wird das Handy zunehmend zur Plattform der ersten Wahl für Schnäppchenjäger. 55 Prozent der Verbraucher gaben an, dass das Smartphone ihre Art einzukaufen, verändert habe. Und 62 Prozent der Smartphone-Nutzer würden sich freuen, ihre Einkäufe im Laden vor Ort mit dem Smartphone bezahlen zu können.

Social Shopping ist das neue Trendwort.

„Unter Social Commerce (Empfehlungshandel, oder auch Social Shopping) wird eine konkrete Ausprägung des elektronischen Handels (bzw. Electronic Commerce) verstanden, bei der die aktive Beteiligung der Kunden und die persönliche Beziehung sowie die Kommunikation der Kunden untereinander im Vordergrund stehen.“ (Quelle: Wikipedia)

Dazu gehören Bewertungen, Kaufempfehlungen und Kommentare andere Kunden. Kunden können beispielsweise Einkaufslisten mit ihren Lieblingsangeboten anlegen und veröffentlichen. Ebay praktiziert dies bereits seit vielen Jahren: Käufer und Verkäufer können das jeweilige Gegenüber beurteilen und mithilfe eines Punktesystems Punkte für Zahlung, Kaufabwicklung, Versand etc. vergeben.

Bei Amazon gibt es „Amazon Connect“. Autoren der Bücher, die bei Amazon verkauft werden, treten in Interaktion mit ihren Lesern. Sie können dort über neue Bücher erzählen und den Leser an der Entstehung der Geschichte teilhaben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Leser das fertige Buch später kaufen, wird mit diesem Marketinginstrument enorm erhöht.

Social Commerce…

…wird in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Für Unternehmen dürfte sich nicht mehr die Frage stellen, ob, sondern wie Social Commerce in ihr Unternehmen eingebunden werden kann. Fast jedem vierten Unternehmen gelingt es heute, den Umsatz durch den konsequenten Einsatz von Social Commerce (oder Social Shoppen) zu erhöhen. Durch die Einbindung einer lebendigen Community schafft man so eine gewisse Emotionalisierung und bezieht den Kunden mit in den Verkaufsprozess mit ein.

Eine der wichtigsten Zielgruppen: die Milennails

Die Milennails, auch Generation Y genannt, ist die erste Generation, die mit dem Internet und sozialen Medien aufgewachsen ist. Diese Generation schaut weniger TV, hört seltener Radio und liest weniger Zeitungen und Zeitschriften. Mit TV-, Radio- oder Printwerbung dürfte es schwieriger werden, sie zu erreichen. Zudem die Milennails diese Werbeformen aufgrund der heutigen Überflutung von Informationen kaum noch wahrnehmen. Denn sie entscheiden, welche Produktinformationen sie wo beziehen möchten.

Social Media lautet das Zauberwort für diese Generation. Glaubwürdigkeit und Vertrauen schaffen der enge Freundeskreis, Blogger und YouTuber – im realen als auch im digitalen Leben. Und nicht nur die Generation Y, auch die nachfolgenden Generationen werden sich verstärkt auf die Empfehlung ihres sozialen Umfeldes verlassen.


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